Dein Herz, dein Zuhause
Johannes 14, 23: Ihm antwortete Jesus: „Wer mich
liebt, richtet sich nach dem, was ich gesagt habe. Auch mein Vater wird ihn
lieben, und wir beide werden zu ihm kommen und für immer bei ihm bleiben (wir
machen unser Zuhause bei ihm).“
2. Korinther 5, 1-3
... Voll Verlangen sehnen wir uns danach, den neuen Leib schon jetzt überzuziehen,
wie ein Gewand (Behausung) damit wir nicht nackt, sondern bekleidet sind, wenn
wir unseren irdischen Körper ablegen müssen.
Wo ist dein Zuhause? Wo fühlst du dich zu Hause? Ich war
mit dieser Frage immer wieder konfrontiert. Es gab Zeiten ich konnte die nicht
richtig beantworten. Bis ich Seine Stimme hörte: „Komm nach Hause.“ So
begann die Reise.
Du hast sicherlich schon den Satz gehört: Lade Jesus in
dein Herz ein. Öffne die Tür deines Herzens und lass Ihn rein. Wir lehren es die
Kids sonntags, obwohl wie viele von uns in dieser Realität bewusst leben? In Hebräer
3:6 steht, dass wir Gottes Haus sind, in Johannes 14:23 sagt Jesus, dass Er und
Vater mit uns ein Zuhause macht. Es ist Gottes
Sehnsucht in uns zu wohnen! Er ist kein Besucher, wenn Er kommt, macht er keine
Pläne wieder auszuziehen! Er unterzeichnete
einen lebenslangen Mietvertrag unter. Mit Seinem Blut.
Für viele Jahre stellte ich mir mein Herz – Sein
Zuhause – wie ein leeres Zimmer mit zwei Stühlen vor. Einer für Ihn, einer für mich.
Nichts mehr. Aber Gott in Seiner Gnade zeigte mir, wie Sein Haus aussieht. Ja,
ein ganzes HAUS. Ein Eigentum, nicht nur ein Mietzimmer. Wie unser physisches
Herz, hat Sein Haus verschiedene Kammern, verschiedene Zimmer. Ich glaube
auch, dass die Art, wie wir unsere Häuser bauen, von Ihm kommt – dem Schöpfer aller
guten Dinge.
Wenn Du ein Haus eintrittst, bist du normalerweise
zuerst im Flur. Ein Übergangsort von außen nach innen. Hier fühlst du
schon die Wärme, hier kannst du deinen Mantel und Schuhe ausziehen, weil du
ihren Schutz nicht mehr brauchst. Hier riechst du schon das Essen, das in der
Küche vorbereitet wird (die Küche ist übrigens mein Lieblingszimmer 😊), wo ich wahrscheinlich
auch die meiste meiner Zeit verbringe. Prophetisch ist die Küche ein Ort der
Vorbereitung – beim Kochen entstehen neue Ideen, neu Strategien. Normalerweise
wenn wir nach Hause kommen, haben wir meistens Hunger (oder ist es nur bei mir
so?). Es ist selbstverständlich, dass wir uns zuerst hinsetzen, an einem langen
Tisch mit ganz vielen Sitzplätzen, wir essen und reden mit Jesus. Der Tisch
bedeutet die Gemeinschaft und Teilhabe an geistlicher Ernährung. Geistlich ist es ein Ort, wo wir lernen, wo wir
gestärkt werden indem wir Gottes Wort empfangen. Aus der Küche sieht man einen
Garten. Nach dem Essen ist es absolut unwiderstehlich, sich draußen mit einer
Tasse Kaffee auf die Bank zu setzen und in Ruhe zu verdauen. Der Garten symbolisiert
Liebe und Intimität, Pflege der Beziehung. Der Garten ändert sich ständig, ohne
dass wir da mühsam arbeiten müssen. Denn
ist es Jesus Vergnügen und Freude den Ort zu pflegen – der beste Gärtner jemals.
Er braucht dazu nur unsere Erlaubnis. Gegenüber der Küche gibt es ein großes gemütliches
Wohnzimmer mit einem großen weißen Sofa und Kamin, wo wir mit der Familie
uns entspannen können. Neben dem Wohnzimmer ist das Arbeitszimmer des Vaters. Er
schreibt Bücher, ganz viele Bücher mit Namen verschiedener Menschen. Das ganze
Zimmer ist mit Büchern gefüllt. Papa Gott schreibt Lebensgeschichten Seiner
Kinder. Aber die Tür ist immer offen und wir sind immer eingeladen reinzugehen.
In dem Moment lässt Er alles liegen, wir erhalten sofort Seine volle
Aufmerksamkeit. Er nimmt uns in Seinen Schoss und zeigt uns, woran Er gerade
arbeitet. Er schreibt ein ganzes Buch über Dein Leben! Du bist ein Teil
von Seinem perfekten Plan.
Vom Flur aus führen Holztreppen in die zweite Etage. Da
gibt es ein Schlafzimmer mit einem königlichen Bett mit Baldachin und nebenan
ein luxuriöses Badezimmer. Ein Ort der Reinigung nach dem ganzen Tag. Die Zeit
unsere Kleidung auszuziehen, alle unsere Rollen, Titel, Dienste abzulegen. Hier
können wir nichts mehr verstecken, nichts mehr vorspielen. Wenn wir rein werden
möchten, müssen wir alles da liegen lassen. Erst dann sind wir bereit ins Bett
zu gehen. Auch wenn unsere Körper schlafen, unser Geist ist immer wach und bereit
die biblischen Wahrheiten und Offenbarungen zu empfangen, die unser Verstand
noch nicht verstehen kann. Nachts ist die heilige Zeit, wenn der König uns
Seine Geheimnisse, Wünsche und Strategien offenbart.
Morgens, nach einem guten Frühstück, unser bester
Freund, der Heiliger Geist, wartet schon, bereit mit uns aus dem Haus rausgehen.
Er ist immer bei uns, ständig bereit uns zu helfen, zu lehren, zu ermutigen und
uns zu trösten. Stell dir mal vor, jeden Tag in dieser Realität zu verbringen! Jesus
hat bereits dafür den Preis bezahlt und so ein Haus für dich gekauft! Er hat
mit Seinem heiligen Blut bezahlt. Er will in deinem Herz Sein Zuhause machen,
wirst du Sein Ort der Ruhe sein?
Erst später habe ich den Zweck verschiedener
Zimmer tiefer verstanden. Die Küche ist für alle da, die hungrig sind, für
alle, die Gottes Worte hören und gelehrt und gestärkt in Glauben sein möchten. Deswegen
ist der Tisch in der Küche so lang. Der Garten ist meistens für uns selbst,
damit wir die Früchte genießen können, wir entscheiden, welche Menschen wir da
reinlassen. Das Wohnzimmer ist ein Ort, wo die Familie zusammenkommt, wo
viel gespielt und gelacht wird. Aber das Schlafzimmer ist nur für den König und
dich. Keinem ist es erlaubt in diesen heiligen Ort einzutreten, es ist ein Ort
der Intimität. Nur Er und du. Noch später habe ich die Bedeutung der Türen
verstanden. Sie repräsentieren unsere Wahl, verschiedene Möglichkeiten neue Orte
zu betreten. Es ist letztendlich unsere Entscheidung, ob wir nur im Flur
bleiben oder die Küche und andere Räumlichkeiten eintreten. Die einfache Aktion
die Tür zu öffnen und einzutreten ist unsere Aufgabe – unsere Verantwortung.
Wir bestimmen, wie viel von unserem Haus verwendet und bewohnt wird. Ob wir
alle Zimmer frei betreten und benutzen oder wegen Angst im Flur hocken bleiben.
Wie in einem natürlichen Haus, läuft keiner vor uns und öffnet die Türen, damit
wir eintreten können. Das müssen wir selbst schaffen. So hab keine Angst und
entdecke dein Haus, dein Herz, genieß die Zeit da, iss, trink, entspanne dich, liebe,
empfange Offenbarungen und dann gehe erfrischt raus in die Welt und sage jedem
die gute Botschaft. Es ist Zeit nach Hause zu kommen.

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