Kindlicher Glaube


Ich verbringe gerne Zeit mit Kindern. Ihre Sicht der Welt ist so unkompliziert, so rein, so offen. Sie sind immer bereit, neues zu entdecken, nie zu müde oder unmotiviert für ein neues Abenteuer. Vor kurzem besuchte ich eine gute Freundin von mir in Frankfurt. Sie musste ihren 4-jährigen Sohn vom Kindergarten an diesem Tag früher abholen, weil er krank war. Er hatte 39,5°C Fieber. Von seiner Mama hatte er Paracetamol erhalten und war dann eingeschlafen. Meine Freundin machte sich Sorgen, denn der Kinderarzt war im Urlaub, ihr Partner in London und am nächsten Tag hatte sie ein wichtiges Meeting auf Arbeit. Als ob das noch nicht genug wäre, wollten sie zwei Tagen später in die Slowakei fahren und mit der ganzen Familie Ostern feiern. Als ich kam, wachte der Kleine auf und rief meinen Namen. Ich umarmte ihn kurz, untersuchte seinen Hals, betete und segnete ihn im Geist. Nach einer guten halben Stunde wurde er wieder ganz lebendig und gut gelaunt spielte er mit uns. Das Fieber war weg und es kam nicht zurück. Auch nicht am nächsten Tag, als ich ihn als Babysitter betreute, damit seine Mama zur Arbeit gehen konnte.

Wir hatten eine echt gute Zeit zusammen. Nach einige Zeichentrickfilme holte ich seine Bibel für Kinder und begann mit ihm zu lesen. Er war fasziniert von den Bilder und jedesmal, wenn er einen Leiter sah, wie z.B. Adam, Moses, David, Daniel, Peter, Paul, legte er seinen Finger auf die Figur und schrie: „Das bin ich! Das bin ich!“ Lustigerweise sagte er das nicht, als er das Bild von Jona im Bauch des großen Wal sah. Er war fasziniert von den Geschichten, absolut fasziniert von den Aposteln, die Fischer waren (im Moment dreht sich sein Leben um Piraten!), und vor allem von Petrus, der auf dem Wasser ging, und er begann wieder zu schreien: „Das bin ich! Das bin ich!“ Er hatte nie einen Pirat dies tun sehen, nicht einmal in einem Film oder einem Bild! Es ist so erfrischend, mit Kindern zusammen zu sein und ihren Enthusiasmus über neue Dinge und ihren Hunger zu lernen sehen zu kӧnnen. In Matthäus 18:3 Jesus sagte: "Wahrlich, ich sage euch: „Wenn ihr nicht umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen."

Was dieser Junge mich gelehrt war so kostbar. Die kleinen Kinder haben bereits tief im Herzen eine Sehnsucht zu herrschen, andere zu leiten und die übernatürliche Welt zu erleben. Sie GLAUBEN, dass sie ihre Nation in das verheißene Land führen können, dass sie durch Engeln vor Löwen und Feuer beschützt werden können, dass sie Goliath mit einer Schleuder besiegen können, dass ein Mann drei Tage in einen Wal überleben kann, wenn Gott ihn für Seine Zwecke verwenden mӧchte und dass sie mit Gott auf dem Wasser laufen können. Sie glauben das VOLL. Als wir mit der letzten Geschichte in seiner Bibel fertig waren, schlug er die erste Seite auf und befahl: „Noch einmal!“ Mein Herz schmolz... Die Gegenwart Gottes war so spϋrbar. Und dann wiederholte er ein paarmal: „Du bist meine Mama!“ Ich bin mir sicher, dass er ganz genau weiß, wer seine Mama ist und dass er das nicht vergessen hatte, aber er spürte auch etwas anderes. Es gibt noch eine andere Familie als unsere irdische Familie. Gottes Familie! Und in der Tat, ich fühlte das Privileg, seine geistliche Mama zu sein. Was für eine Freude!

Im Alter von vier hatte er bereits zwei der wichtigsten geistlichen Wahrheiten verstanden! Gott hat uns geschaffen an erster Stelle Seine Familie zu sein. Es ist wunderschön zu sehen, wie die Leute aus der ganzen Welt, aus ganz verschiedenen Hintergründen in Ihm zusammenkommen. Das Konzept der Familie ist so tief. Unsere Identitäten sind nicht Gemeinde-Mitglieder, Pastoren, Leitern, Diener oder Projektmanager. Wir sind alle Geschwister, Mamas und Papas, Söhne und Tӧchter, Cousins und Cousinen, Tanten und Onkel. Und zweitens: wir sind geschaffen mit Ihm zu herrschen! Für alle Zeiten! Wie im 2.Timotheus 2:12 steht: „Leiden wir hier mit Ihm, werden wir auch mit Ihm herrschen. Wenn wir nicht zu Ihm stehen, wird auch er nicht zu uns stehen“.


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