Kleinigkeiten
Vor etwa 3 Jahren begann meine abenteuerliche
Entdeckungsreise nach mehr von Jesus an meinem Arbeitsplatz. Es begann mit meiner
Frustration, mit einem schrecklichen Gefühl als ich kapierte, was fϋr ein
Heuchler ich war! In der Gemeinde, unter meinen christlichen Freunden handelte
ich ganz anders als am Arbeitsplatz. Ich mӧchte damit nicht sagen, dass ich
arrogant und gemein war zu meinen Patienten und Kollegen, aber diese täglichen
kleinen Kompromisse.. Wie Lachen bei
dummen Witze, immer cool bleiben und hauptsächlich nie die wahren Gefühle
zeigen!
Ich verbrachte ganz viel Zeit in Schichtdiensten,
aber gleichzeitig hatte ich eine groβe Sehnsucht danach, mehr Zeit mit Jesus zu
verbringen. Also logisch, weil Gott allgegenwärtich ist, reicht es, wenn mir
Seine Gegenwart während meiner Arbeit mehr bewusst wird. Ich wollte so sehr
ganz frei ϋber Jesus mit meinen Kollegen, mit meinen Patienten sprechen. Aber
es ging nicht. Etwas hielt mich zurück. Also fragte ich meinen Pastor, der
selbst im Krankenhaus als Pflege ϋber mehrere Jahren gearbeitet hatte, was ich
tun kӧnnte. Er sagte einen sehr wichtigen Satz: „Du darfst nicht unvorbereitet
das Krankenhaus betreten.” Er meinte auch, ich sollte eine Stunde frϋher
aufstehen, beten und Gott ganz konkrete Fragen stellen. Was kommt heute? Welche
Menschen und Situationen werden heute auftreten? Denn wenn du vorbereitet bist,
für das, was kommt, wirst du von Umständen nicht ϋberwältigt. Super, das heiβt, ich kann um 5
Uhr aufstehen.. Aber ich musste rausfinden, ob es funktioniert!
Und es hat funktioniert! Und wie!
Ich spϋrte, wie ich Seine Gegenwart jeden Tag in meine Abteilung brachte. Sein Frieden,
Liebe und Freude wurde freigelassen. Ich wusste, dass ich selbst keine Liebe
mehr für meine Patienten hatte, ich verschenkte die schon, ich war trocken.
Also begann ich den Herrn zu bitten, dass Er mich mit Seiner Liebe fϋr Seine
Kinder erfüllt. Und Er tat es, jeden Morgen. Dann begann Er mit einige
praktische Schritte zu zeigen. Zum Beispiel, 15-20 Minuten frϋher ins
Krankenhaus zu kommen, damit ich die Gelegenheit habe mit meinen
Krankenschwestern zu reden bevor die ersten Patienten auftauchen. Als ich meine
persӧnlichen Jesus-Geschichten mit ihnen teilte, war die Atmosphäre der Himmel freigegeben.
Und sie waren dann in der Lage, diese Liebe an unsere Patienten weiterzugeben.
Die merkten das auch, behaupteten, dass es bei uns ganz anders ist, dass wir
alle so freundlich sind, dass sie sich schon auf die nächste Kontrolle freuen. Dann
wurde es mir gezeigt, dass der Heiliger Geist den ganzen Tag bei meiner rechten
Hand sitzt, immer bereit mich zu beraten. Ich begann Ihm mehr und mehr Fragen
zu stellen. Wie kann ich Gottes Liebe an Patienten klarer kommunizieren? Was versuchen
die Patienten mir eigentlich zu sagen? Und der Heilige Geist lehrte mich in
einfachen Schritten. Er zeigte mir die Bedeutung der ungeteilten
Aufmerksamkeit, jedem Patient direkt in die Augen schauen, nicht mit dem
Computer oder Telefon beschäftigt zu sein. Als ich begann dies zu tun, wurden mehrere
Anweisungen waren offenbart. Wenn wir mit jemandem sprechen, sind unser Körper,
Seele und Geist immer in der Kommunikation beteiligt. Jede Person hat einen
Geist von Gott, so lange wir atmen, ist der Geist Gottes in jedem von uns
lebendig! Vielleicht ist er nicht richtig wach und führt die Person nicht, aber
er steckt drin. Weil wir in Gottes Bild geschaffen sind. Er ist dreieinig (Vater, Sohn, Heiliger Geist)
und so sind wir auch (Kӧrper, Seele, Geist). Wenn also Dein Geist lebendig ist,
wird er zu dem Geist der anderen Person sprechen und ermutigen. Deswegen ist es
so wichtig, dass unser Geist lebending und strahlend bleibt! Durch mit Ihm
sein, mit Ihm sprechen und mit Ihm unterwegs sein, in der Mitte aller unseren
Beschäftigungen.
Gott ist treu. Aber nur wir allein sind
für die Gespräche, die wir mit dem Heiligen Geist fϋhren, verantwortlich. Er
ist sehr sanft und wird selbst nur selten das Gespräch initiieren. Er wartet bis
wir uns an Ihn wenden und eine Frage stellen. Er wird uns neue Offenbarungen
und Anweisungen geben, die aber immer sehr praktisch und umsetzbar sind. Jeder
kann ihnen folgen! Es reicht das Gespräch in der geistlichen Ebene zu fϋhren,
wir mϋssen die Worte nicht laut aussprechen. Es ist eine Gedankensprache. Viele
Menschen haben aber Angst das zu tun, was die hören/fühlen, weil sie sich nicht
sicher sind, woher es kommt. Ich habe fϋr mich ein Konsens festgestellt: wenn
die Information biblisch ist (oder zumindest der Bibel nicht widerspricht) und ich
dabei Frieden spϋre, oder sie wiederholt kommt, tue ich es so schnell wie mӧglich.
Wir kӧnnen auch nach Bestätigungen fragen, aber wir erkennen vieles erst an der
Frucht, die die Botschaft bringt. Und um dahin zu kommen, muss man es
ausprobieren. Und falls ich mich irre und es war meine Seele, der ich zuhӧrte, kann
ich es immer bereuen und Gott bringt mich schnellstmӧglich auf Seinen Weg zurϋck.
Ich glaube, dass Schlimmste ist stehen zu bleiben, die Stimme des Heiligen
Geistes zu ignorieren und so Ihn zu beleidigen. Damit kommt die Gefahr, dass
wir unempfindlich werden und die Fähigkeit Seine Stimme zu hören verlieren.
Deswegen rufe ich jeden Tag: Heiliger Geist, komm und sprich mit mir!

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