Geist der Sohnschaft



Die Mutter meiner Freundin starb wegen Alkoholmissbrauch, bevor sie 20 Jahre alt war. Mein Vater beging Selbstmord, als ich 22 war. Die Mutter meiner anderen Freundin verstarb an Brustkrebs. Drei von meinen guten Freunden verloren ihre beiden Eltern bevor die 35 Jahre alt waren. Der Vater meiner Freundin starb an einem Hirntumor, während sie noch studierte hat, der Papa meiner anderen Freundin starb an Leukämia. Mein Cousin ist bei einem Autounfall gestorben und hat zwei Jungen hinterlassen. Und die Liste geht weiter und weiter. Dies ist meine Generation. Menschen in den Dreißigern, die sehr schnell wuchsen und teilweise die Rolle ihres fehlenden Elternteils übernehmen mussten. Wir wurden brutal beraubt! Es tut unglaublich weh, eine Person zu verlieren, die uns von Anfang an tief und bedingungslos liebte.

Sicherlich es ist ein Teil der Strategie des Bösen uns zu schwächen, zu entmutigen, zu deprimieren und uns einzuschüchtern. Wir können unsere Eltern nicht zurückbringen, aber wir bestimmen, wie wir auf diese Situation reagieren. Wollen wir uns diesem Waisengeist unterordnen, oder wollen wir den Geist der Sohnschaft, den der Herr uns versprochen hat, empfangen? Viele von meinen Freunde haben ihre eigenen Familien gegrϋndet und sind wundervolle, liebevolle Eltern, entschlossen, ihren Kindern mehr zu geben, als die selbst empfangen haben.

Rӧmer 8,15: Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: ”Abba, Vater!”

Ich konnte einen Trend, der sich in den letzten Jahren unter jungen Christen verbreitet hat,  nicht ignorieren. Ich hörte zu, wie viele junge Leute sich beschweren, dass sie keine geistlichen Eltern haben, dass das Leben zu hart ist, dass sie keinen Ratgeber haben. Diese Menschen sind über 35 Jahre alt!! Das ist ein Waisengeist. Bitte, verstehe mich nicht falsch, ich liebe dieses Familien-/Mentoring-Konzept, es ist wahr und gӧttlich, aber es nimmt deine persӧnliche Verantwortung fϋr dein geistliches Wachstum nicht weg. Wir sollen uns an unseren Vater wenden, der uns angenommen hat. Er ist mehr als fähig uns lehren und leiten, damit wir diesen Geist der Sohnschaft empfangen kӧnnen.
Junge Leute, bitte hӧrt mir zu, mit Gottes Hilfe können wir den Waisengeist einfach entmachten. Hӧr auf mit diesem Selbstleid, schaue Ihn an, was Er für dich getan hat und dann schaue herum, was du für Seine Kinder tun kannst. Wir können diesen Teufelskreis brechen! Indem wir Mamas und Papas für jϋngere Christen um uns herum sind, beginnen wir mit dieser Lebensweise der Adoption. Wir können, durch Gottes Gnade, ihnen etwas geben, was wir vielleicht selbst nicht bekommen haben! Was für ein Privileg! Willst du aufhörsen zuerst nach Segnungen für dich selbst zu suchen und stattdessen suchen, wie du ein Segen für andere sein kannst? Wenn du dich um (geistliche) Waisenkinder kϋmmerst, berührt das Gottes Herz ganz tief. Denn so reflektierst du, was Er für dich getan hat. Er hat dich in Seiner Familie empfangen, sodass du Seine Familie weiter erweitern kannst. Er wϋnscht sich eine GROβE, GROβE Familie zu haben! Jeder erhält Seine Einladung, niemand wird vergessen.

Ich erinnere mich daran, als in meinem Zelt in Afrika Seine Stimme sehr deutlich hörte: "Ich gebe dir ein Mamaherz." Meine erste Reaktion war nach eigenem Segen zu suchen, und ich fragte:  „Herr, willst Du mir vielleicht nicht zuerst einen Mann schenken?” Er lächelte nur liebevoll, wissend, dass ich es später verstehen wϋrde. Es ist vӧllig egal, ob du verheiratet, mit Kindern oder ohne, Single, reich oder arm, jung oder alt, gut ausgebildet oder nur ein einfacher Mensch bist, ob du in einem groβen Haus oder in einem Zimmer wohnst. Das alles ist nicht wirklich wichtig, alles, was zählt ist die Einstellung deines Herzens. Du kannst immer eine Mama oder Papa fϋr jemanden sein. Du musst weder perfekt sein noch musst du alles wissen. Der Herr sendet immer Menschen ϋber den Weg, die Gottes Liebe ausgedrückt durch eine Person brauchen. Und keine Sorge, sobald du damit anfängst, mehr Liebe zu geben, wirst du automatisch mehr Liebe von Ihm empfangen. Denn Er lässt dich nie allein und Er sorgt fϋr alles, was du brauchst. Und sehr oft schickt Er dir dann Menschen und Mentoren, die dich unterstϋtzen kӧnnen. Es ist ein göttlicher Austausch, so funktioniert das Königreich Gottes. Du erhältst vom Ihm, gibst es weiter an andere, damit du noch mehr erhalten kannst! Wenn du auf diese Art und Weise lebst, wirst du nie trocknen, du wirst nie ausbrennen!
Matthäus 28,20: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.”




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