Himmel
Gottes Liebe fϋr uns ist immer grӧβer
als wir begreifen können, großzügiger als wir uns das jemals vorstellen kӧnnten.
Mit meiner besten Freundin besuchten wir letzes Ostern Nepal. Ich dachte, dass
mein Herz bereits vom Verlust meines Vaters geheilt war, aber sollte viel mehr
erfahren. Eine Konferenz fand damals statt in Kathmandu mit einer Prophetin aus
Australien und einer Missionarin aus England. Die Lehren über die Sohnschaft, den
ersten und zweiten Adam, die sieben Geister Gottes waren tief und kraftvoll. Wir
merkten, wie hungrig unsere Geister nach Gottes Wahrheiten sind. Am letzten Tag
der Konferenz hat die Prophetin uns gefragt, ob wir den Himmel besuchen
mӧchten. Um ehrlich zu sein, ich war skeptisch, aber ich hab auch gelernt, dass
Gott mich immer wieder überraschen kann.
Also machte ich mit und so wie sie sagte, stellte
ich mir vor, dass ich zu Hause in meiner Kϋche bin und ein Klopfen an der Tür
hӧre. Zuerst schrie meine Seele laut: „Nein! Das ist ganz falsch!" Denn
normalerweise ist die Küche der Ort, wo ich mich mit Jesus treffe und rede. Er
IST bereits in meiner Küche, das heißt, Er kann nicht kommen und an die Tür
klopfen! Was für eine Enttäuschung! Aber ich hatte wenig Zeit mich zu
beschweren, weil ich wirklich ein Klopfen an der Tür hörte. Also ging ich hin,
um sie zu öffnen, und da stand mein Papa. Ich war schockiert, wortlos. Er sah
viel jünger und stärker aus als am Ende seines Lebens und er strahlte! Er sagte
mir einfach: „Komm, ich möchte dir zeigen, was ich hier mache." So folgte ich
ihm zu einem wunderschönen Garten, der voll mit lebendigen Pflanzen in vielen
unbeschreiblichen Schattierungen von grün war. Papa erzählte mir mit Leidenschaft
ϋber seinen Job in mehr Details, aber ich konnte dieses himmlische Konzept
einfach nicht nachvollziehen.
Aber
die Tatsache, dass er ein Gärtner ist, hat eine ganz besondere Bedeutung fϋr
mich. Auf dieser Erde wollte er Land-/Forstwirtschaft studieren, er liebte die
Natur und Tiere, aber im Alter von 14 Jahren wurde er von seinem Vater gezwungen,
Musik zu studieren. Er fand einen Weg um seinen Job zu genießen, er hatte die
Gabe des Humors und das gesamte Orchester lachte oft über seine Kommentare. Und
er liebte es zu reisen. Während des Kommunismus war es sehr selten, dass
Menschen ins Ausland reisen konnten. Aber mit der Philharmonie war er in den
USA, Brasilien, Südkorea, Japan, Hongkong und in ganz Europa. Aber ich wusste,
dass sein Herz nicht ganz dabei war. Er verbrachte viel von seiner Freizeit im
Garten oder mit Hunden. Es war so eine Erleichterung zu sehen, dass er trotz
Selbstmord im Himmel ist und zweitens, dass er endlich das tut, wofϋr er
geschaffen wurde. Mein Besuch im Himmel war sehr kurz, aber ich spürte die
himmlische Atmosphäre mit Liebe und Frieden gefϋllt.
Als ich zurückkam, begann ich zu anzuzweifeln,
was ich erlebt habe. Ich dachte, vielleicht war es nur meine Einbildung, mein
Unterbewusstsein. Aber dann wurde mir klar, dass Papas Sehkraft immer sehr
schlecht war und er eine dicke Brille trug, und so wϋrde ich mir ihn auch
vorstellen. Aber seine Augen waren jetzt vollkommen gesund und lebendig. Und dann
erinnerte ich mich, dass es im Himmel keine Krankheit, keine Qual mehr gibt.
Halleluja! So eine Erleichterung und Freude!
Dann
kam die Furcht des Herrn ϋber mich und ich erkannte, dass Seine Liebe fϋr mich
viel, viel grӧβer ist als ich dachte. Er musste mir das gar nicht zeigen!
Ich habe Ihm bereits alles, was ich hatte, gegeben, ich habe Ihm vӧllig
vertraut, auch bei diesem Thema. Ich brauchte keine Erklärung, ich war mir
sicher, dass ich eines Tages das alles verstehen werde. Aber Gott kümmert sich
um mich und meine Familie so sehr, das Er mir all das jetzt zeigen wollte.
Seine Liebe erstaunt mich jedes Mal, wenn Er spricht, wenn Er was tut, wenn ich
Seine Gegenwart spϋre. Denn ER IST DIE LIEBE.
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