Vertraust du Ihm?
Aber ich war entschlossen, nichts
von unserer Reise zu verpassen! Und meine super geduldigen Freunde ermöglichten
es. Wir mussten häufig Pausen machen, waren ständig auf der Suche nach Toiletten,
wenn ich umkippte, hielten sie meine Beine hoch.. Sicherlich machte das ihnen auch nicht so
viel Spaß. Aber seitdem ich das Land betreten hatte, hörte ich ständig diese
leise Stimme, die mich fragte: „Vertraust du Mir? Vertraust du Mir WIRKLICH?“
Immer wieder, immer wieder... Ich dachte mir, was für eine angemessene Zeit fϋr
so eine Frage. Aber die Stimme wollte nicht aufhӧren, also musste ich reagieren.
Meine Seele schrie: „Herr, Du weißt doch, dass ich Dir vertraue!“ Und dann
proklamierte ich eins nach dem anderen: „Ich vertraue Dir, Herr, mit meiner
Familie! Ich vertraue Dir mit meiner Zukunft! Ich vertraue Dir mit meinem Job!
Ich vertraue Dir mit meinen Finanzen! Ich vertraue Dir mit meiner Gesundheit!
Ich vertraue Dir mit allem, was ich bin, und allem, was ich habe!“ Und dann
endlich hörte ich: „So vertraust du Mir wirklich? Denn ICH VERTRAUE DIR“. Und ich sah einen sehr
wertvollen Schatz in schmutzigen kindlichen Händchen. Der Vater hat uns den
kostbarsten Schatz geschenkt: Seinen einzigen geliebten Sohn. Er gab uns Jesus
als Opfer, um den Preis zu zahlen, damit wir in Ihm lebendig werden kӧnnen. Er
hat uns das Kreuz und seine Kraft in unsere kleinen Hände gegeben und dann
sagte Er: „Ich vertraue euch das an. Ihr seid meine Auserwählten, ihr seid meine
Geliebten. Ich vertraue euch.“
Dies rief eine Erinnerung von
einem Samstagmorgen wach. Ich machte mich für die Frϋhschicht im Krankenhaus bereit
und dachte, wie hart es ist, 12 Tage durchzuarbeiten, ohne ein einzigen Tag
frei zu haben. Als ich mich über meine Situation innerlich beschwerte, sah ich
plötzlich Jesus am Kreuz hängend und hӧrte wie Er zu mir sagte: „Ich bin
gestorben, damit du raus gehen kannst." Plӧtzlich schämte ich mich sehr
und wollte mich nur irgendwo verstecken. Meine Perspektive veränderte sich
sofort: „Es tut mir leid, Herr, Du hast die harte Arbeit vollgebracht, so dass
ich rausgehen und die Verlorenen zu Dir bringen kann. Danke, danke, dass Du
mich dafϋr ausgewählt hast. Was für ein Privileg! Ich gehe mit einem frӧhlichen
Herzen!“ Und als ich verstanden hatte, was ich fϋr Ihn tun darf, spϋrte ich
Freude pur!
Zurϋck nach Pokhara,
Nepal. Nachdem ich die Worte hӧrte, dass Er mir vertraut, verbrachte ich den
Abend alleine in Seiner Gegenwart. Weil ich körperlich erschöpft war, konnte
ich nur in meinem Bett liegen, unfähig mich zu bewegen, nicht mehr in der Lage
zu singen oder laut zu beten. Aber ich betete Ihn an von meinem ganzen Herzen, von
meiner ganzen Seele, vӧllig gedemütigt durch Seine Liebe und Vertrauen. Am
nächsten Tag ging es mir kӧrperlich schon viel besser, paar Tage später
besuchte ich den Himmel zum ersten Mal und zwei Wochen später bat Er mich,
meinen Job zu kündigen. Ich war in der Lage sofort Ja zu sagen, weil Er mein
Herz durch Seine Liebe und Vertrauen zuerst vorbereitet hat. Danke Jesus fϋr
Deine wunderbare Sanftmut!

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